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Aktuelles

Donnerstag, 23 April 2020

Aufgeschobene Operationen: "Es drohen Menschen zu sterben, weil sie wegen Corona nicht rechtzeitig behandelt werden.“


Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) schlägt Alarm - durch die drastisch heruntergefahrene Regelversorgung in den Klinken drohen Menschen zu sterben, nicht weil sie Corona haben, sondern weil wichtige Behandlungen ausgesetzt sind.

Mehr als 50 Prozent aller deutschlandweit geplanten Operationen wurden abgesagt, sind aber nötig. Der OP-Stau geht in die Tausende! Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft Dr. Gerald Gaß meint, man könne eine Weile verschieben, aber nicht dauerhaft. „Wir brauchen eine schrittweise Wiederaufnahme der Regelversorgung“ und betont: „Es drohen Menschen zu sterben, weil sie wegen Corona nicht rechtzeitig behandelt werden.“„Wir erwarten von der Bundeskanzlerin, die drastisch zurückgestellten Klinikbehandlungen wieder aufnehmen zu dürfen.“ Das ist auch dringend nötig, wie Zahlen und Fakten von Gaß veranschaulichen: Es melden sich bei der Rettung  30 bis 40 Prozent weniger Patienten mit Herzinfarkt und Schlaganfall - nicht, weil es weniger Erkrankte gibt, sondern weil viele Angst vor Corona haben. Es gibt Belegungsrückgänge in den Kliniken von 30 Prozent. Gaß: „Wir haben 150.000 freie Krankenhausbetten und rund 10.000 freie Intensivbetten.“ Gaß kritisiert auch, daß als Experten meist nur RKI-Präsident Lothar Wieler und Charité-Virologe Christian Drosten gehört werden und fordert einen viel breiteren öffentlichen Diskurs.

 https://www.bz-berlin.de/deutschland/kliniken-verband-schlaegt-alarm-wegen-corona-regeln





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Wegwarte Nr.6-2020

Wegwarte 06 2020

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