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Aktuelles

Freitag, 01 Mai 2020

Schweden und Japan schaffen ohne Zwangsmaßnahmen stark sinkende Sterblichkeit


Schweden und Japan wurden international stark kritisiert, weil sie in der Coronakrise statt Zwangsmaßnahmen und Lockdown nur milde Vorgangsweisen gewählt haben. Statt der vorausgesagten zahllosen Särge sieht man aber nun, daß Neuinfektionen und Sterblichkeit auch dort stark zurückgehen, ohne die schlimmen menschlichen und wirtschaftlichen Kollateralschäden anderer Länder. Wenn ein Land wie Japan mit 126 Millionen Einwohnern ohne Herunterfahren des wirtschaftlichen und sozialen Lebens weniger Covid-19-Todesfälle zu beklagen hat als Österreich, ist die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Maßnahmen zu stellen.

„Es ist nicht Schweden, das ein Massenexperiment durchführt. Es sind alle anderen Länder, die das tun.“(Fredrik Erixon im Spectator.)

Seit dem Höhepunkt Mitte April geht die Corona-Sterblichkeitskurve in Schweden kontinuierlich zurück. (Stand 1.5.2020).

Restaurants und Betriebe wurden nie geschlossen, es wird allerdings an die Verantwortlichkeit der Menschen appelliert, Abstand zu halten, Hände zu waschen und im Krankheitsfall zu Hause zu bleiben. Nicht unbedingt notwendige Reisen sollen unterlassen werden, und wenn möglich, zu Hause arbeiten. Ältere und kranke Menschen sollte man möglichst nicht besuchen. Schulen und Kindergärten sind geöffnet, nur Universitäten und die älteren Jahrgänge werden online unterrichtet. Die Maßnahmen in Japan sind weitgehend ähnlich, auch mit gutem Erfolg. Mit nur 321 Todesfällen bei 126 Millionen Einwohnern liegt das asiatische Inselreich am unteren Ende der Sterblichkeitsrate durch das Coronavirus. Die Japaner werden zu "Jishuku" -der Kunst der Selbstbeschränkung - aufgerufen.

Schweden und Japan in der Coronakrise - Rückgang der Sterblichkeit unabhängig vom LockdownAnzunehmen ist, dass die Durchseuchung und Herdenimmunität in Schweden und Japan bereits viel weiter fortgeschritten ist als in Österreich und anderen Ländern mit hartem Lockdown, dadurch ist auch die Gefahr einer zweiten Infektionswelle viel geringer. Am Ende des Jahres wird sich zeigen, ob es insgesamt überhaupt eine exzessive Sterblichkeit gegeben hat. Manche Experten, wie der Präsident des israelischen Nationalen Forschungsrats Prof. Isaac Ben-Israel, glaubt überhaupt, daß die Epidemie in den meisten Ländern nach 8 Wochen vorbei sein wird, ganz unabhängig von den Maßnahmen.

In einer umfassenderen Betrachtung der Schäden der Coronakrise müssen auch Kollateralschäden einbezogen werden, die durch das Hinunterfahren der nicht-Corona-bezogenen Gesundheitsversorgung entstehen, Gesundheitsschäden oder Todesfälle durch nicht durchgeführte Operationen und Therapien, die Traumatisierungen der Kinder durch Isolation, der Verlust von Bildungs- und Lebenszeiten, das Leid und die Einsamkeit von Bewohnern von Altersheimen, und die immensen, noch gar nicht ganz absehbaren wirtschaftlichen Folgen, der Verlust von Arbeitsplätzen, Wohlstand und gescheiterte persönliche Lebensentwürfe.
Die Corona-Zwangsmaßnahmen werden zu einer weiteren großen Umverteilung von Vermögen führen, zu Verschuldung und Abhängigkeit der Staaten von Finanzinstitutionen und damit zur Schwächung der Demokratie.

 

Datenquellen:
https://www.worldometers.info

Schweden: Folkhälsomyndigheten (Schwedische Gesundheitsbehörde) Grafik 4 ("Avlidna/dag"=Verstorbene/Tag);
Japan: https://covid19japan.com/
England:
https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/882565/Technical_Summary_PHE_Data_Series_COVID-19_Deaths_20200429.pdf
Österreich: https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Neuartiges-Coronavirus-(2019-nCov).html





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Wegwarte Nr.6-2020

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